Faladotörn – Herbst 2011
Die Herbstfahrt des Ordens Vierzig Morgen führte dieses Jahr auf die Ostsee, genauer: auf die Falado von Rhodos.

Früh am ersten Morgen lernen die Falado-Neulinge Segel, Seile und Taue kennen. Dabei wird den Jungs schnell klar das die ganze Angelegenheit auf dem Papier wesentlich einfacher aussah. Schnell hat sich jeder ein Segel gesucht mit dem er umgehen kann, sodass unser Skipper HaJü bald schon die ersten Manöver anleiten kann: Halsen und Wenden steht auf dem Programm. Die Manöver klappen, trotz viel Geschrei und wenig Plan, erstaunlich gut und wir wagen uns am Vormittag auf die hohe See.
Mit dem Wetter ist es beim Segeln so eine Sache: der eine spricht von „gutem Wetter“ bei Sturm und Wind, ein anderer denkt an Sonne und Badespaß… unser Törn hatte alles im Programm.
Die ersten Tage verliefen unter schönstem Sonnenschein und wenig Wind. 
Das gab uns genug Gelegenheit zu Testen wie lange man dem alten Kahn eigentlich so hinterher schwimmen könnte, würde es mal ernst werden. Dabei zeigte sich unser Bootsmann Freddy von seiner besten Seite und schaffte es sogar an der Seite des Schiffes wieder an Bord zu klettern, was doch laut Skipper „absolut unmöglich“ sei.
Auch das Springen von der Untermaas lassen wir uns als frisch gebackene Seemänner nicht nehmen.
Während die Tage dahin gehen und der Wind mehr und mehr zunimmt steigt auch in der Küche unsere Kreativität. Mit kandierten Äpfeln in Vanillesoße und gebackenen Bananen mit Schokoldenüberguß lässt es sich fein über die raue Ostsee schippern.

Doch alles gute Essen hilft nichts wenn es heißt hoch am Wind gegen den Seegang zu fahren und schon bald liegen dem ein oder anderem die Schlemmereiene schwer im Magen. Doch tapfer kämpft sich die Crew durch das Wetter, das so zunimmt das wir am nächsten Tag nicht auslaufen können – feinmachen für den Landgang.
Viel zu früh für unseren Geschmack befinden wir uns bald wieder in Eckernförde und werfen der alten Dame einen letzten Blick zu. Wir verstehen nun voll und ganz die Wahreit hinter den Worten von Herbert Hörhager, dem ersten Eigner der Falado:
„Sie ist mehr als ein fahrbarer Untersatz, der uns von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit trägt. Sie ist ein Wesen, das mit der Zeit so etwas wie eine Seele bekommt.“


